Brunthaler Einofenhaus
Die Entdeckung der Eigenart


Selbstbestimmt bauen und autark wohnen

Das Brunthaler-Einofenhaus ist ein Wohnhaus, das vollständig oder überwiegend durch einen zentralen Holzofen beheizt wird. Ein persönliches Haus, das mit minimalem technischem Aufwand ein weitreichend autarkes und behagliches Heim ist.


Der Traum vom eigenen Haus

Ein eigenes Haus zu bauen, gehört zu den größten Investitionen im Leben. Und am Anfang steht ein Traum: das Bild vom behaglichen neuen Zuhause. Schöner, komfortabler, größer, moderner – inspiriert von Nachbarhäusern, von Freunden und von endlosen Bildern und Ratschlägen aus dem Internet.

Auf dem Weg zur Realität werden daraus Häuser, schön anzusehen von außen und nützlich im Inneren. Mal klein und fein, mal großzügig und ein bisschen prächtig – aber immer von gleicher Art: parzellierte Wohnwelten für voreingestellte Lebensmomente und kümmerfreies Wohnen. Technisierte Häuser, standardisiert nach Regularien, Normen und Traditionen, modernisiert mit anspruchsvollen Zusatzinvestitionen für Energieeffizienz und Bequemlichkeit – nicht selten zum Smart Home veredelt.

Mithilfe kompetenter Beratung, einfühlsamer Planung und fachgerechter Fertigung entstehen Wohnhäuser von hoher Qualität. Sie erfüllen wesentliche Nachhaltigkeitskriterien und bieten gefälligen Wohnraum. Traumhäuser für entspanntes Zurücklehnen, Häuser, in denen moderne Technik bequemes, energiereduziertes Wohnen ermöglicht – solange Funktionstüchtigkeit und Betriebsbereitschaft gewährleistet sind. 

Die Sache mit der Haustechnik

Das moderne, komfortable, bequeme Einfamilienhaus hat seinen Preis. Zum einen im Wortsinne, da Technisierung und Zertifizierungsprozeduren nicht unerhebliche Investitionen erzwingen. Zum anderen angesichts fortlaufender Kosten für Reparatur, Wartung und Betrieb technischer Anlagen.


In modernen Wohnhäusern wird oft viel Energie verbraucht, um Energie zu sparen


Im übertragenen Sinne schlagen aber weitere Aspekte zu Buche:

  • Moderne Haustechnik leistet einen Beitrag zur Reduzierung von Heizenergie, verbraucht aber auch Energie. Einerseits elektrische Energie beim Betrieb, andererseits als sogenannte „Graue Energie“. Also jene Energie, die für Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport, Installation und Recycling bzw. Entsorgung der Technikkomponenten aufgewendet werden muss.
     
  • Je umfangreicher die Technik im Haus, umso höher ist der Reparatur- und Wartungsaufwand und umso abhängiger ist man davon. Technische Störungen, fehlende Betriebsstoffe (z. B. Gas) oder Stromausfall: Da bleibt auch die intelligenteste Steuerungstechnik machtlos.
     
  • Angemessen gepflegt hält das moderne Wohnhaus durchaus 100 Jahre und mehr. Mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von gut 20 Jahren muss eine konventionelle Heizungsanlage (Öl-, Gas-, Wärmepumpe) in diesem Zeitraum fünfmal erneuert werden.

Das perfekte Heim?

Für die einen ist es die intelligente Wohnmaschine, für andere steht die pragmatische Zweckerfüllung im Vordergrund.

Für wieder andere liegt die Perfektion im inspirierenden und beflügelnden Heim, in dem Einfachheit das Leben einfach macht. Ein Haus, in dem sich Wohnen nicht nur als vorbestimmte Nutzung von Wohnräumen definiert, sondern als selbstbestimmte Gestaltung von Lebensmomenten. 


Die Renaissance der Einfachheit: Das Einofenhaus

Dem Prinzip von „mehr, komfortabler und technisierter“ beim Wohnhausbau steht ein wachsender Trend zu Rückbesinnung und Reduzierung gegenüber. Zum einen geschuldet dem gestiegenen Interesse an Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und am Baustoff Holz. Zum anderen aber auch dem Wunsch nach Einfachheit und Selbstbestimmtheit folgend.

 

Weniger ist mehr

Weglassen, Vereinfachen, fokussieren: So stellt das Prinzip „Einofenhaus“ der Komplexität des Bauens eine befreiende Vereinfachung gegenüber. Es konzentriert sich auf das Wesentliche und perfektioniert es nach dem individuellen mensch­lichen Maß.

Reduzierung und Vereinfachung? Das mag nach Verzicht klingen. Aber ist es ein Verlust, wenn man auf Verzichtbares verzichtet?

Namensgeber und Herz des Einofenhauses ist der zentrale Holzofen, mit dem das gesamte Gebäude geheizt wird. Schon er ist eine Grundlage für schmerzlosen Verzicht: Wegfall von Apparaten und Anlagen für Wärmeverteilung, Steuerungstechnik, Speichertechnik.


Ein Einofenhaus ist ein Wohnhaus, das vollständig oder überwiegend durch einen zentralen Holzofen beheizt wird. Es ist darauf ausgelegt, mit minimalem technischem Aufwand und geringem Energieverbrauch ein behagliches Heim zu schaffen.


„Ein ganzes Haus mit nur einem Holzofen heizen? Geht denn das?“

Was in der Frühzeit des häuslichen Wohnens mehr schlecht als recht funktioniert hat, kann heute bestens funktionieren – bei guter Planung, und wenn die Bewohner zu gewisser Umgewöhnung im Wohnverhalten bereit sind.

Der Ofen – Das Herz des Hauses

Der Holzofen wird gerne zu einem zentralen Ort des Zusammenkommens. Er steht für knisternde Sinnlichkeit, romantischen Feuerschein, schmeichelnden Duft des Brennholzes. Wie sinnlich, romantisch und schmeichelnd mag hingegen das TouchDisplay für die schallgekapselte Wärmepumpe sein? 

Ein moderner Speicherofen strahlt Wärme über viele Stunden gleichmäßig ab. Durchaus auch einen ganzen Tag, ohne Holz nachlegen zu müssen. Mit gezielter Planung ist er in der Lage, ein Einfamilienhaus auch zweistöckig zu beheizen. 

Offenheit

Das Einofenhaus braucht Offenheit. Allem voran Offenheit der Bauherrschaften für neue Ideen der Wohnhauskonzeption und für eine Abkehr von gewohntem Heizverhalten: Statt tippen am Display heißt es nun Einschüren und Nachlegen.

Zum anderen erfolgt die Wärmeverteilung nicht mehr über Rohre und Kanäle,
sondern über die Raumluft. Deshalb müssen Luftwege möglichst konvektionsfreundlich – also offen sein.

Architektur

Zu den architektonischen Lösungen für Offenheit gehören Lufträume über mehrere Stockwerke durch z. B. Galerien und offene Treppenhäuser. Eine möglichst
geringe Anzahl abgetrennter Räume unterstützt die Effizienz ebenso wie die gezielte Position des Heizofens.

Auch hieraus ergibt sich eine Reduzierung, allem voran durch den Wegfall von Wänden. Und Offenheit durch kreative Flächen- und Raumstrukturierung fördert positives Raumempfinden: So wird auch ein kleines Haus ganz groß!

Warmwasserversorgung

Das Einofenhaus ist technikreduziert, aber nicht technikentleert. Es nutzt moderne Technik reduziert auf wesentliche Zweckmäßigkeit.

Da der zentrale Heizofen allein dem Zweck der Raumtemperierung folgt, bedarf es für die Warmwassererzeugung anderer Lösungen: Z. B. können moderne solarthermische Systeme zur Warmwassererzeugung je nach Kollektorfläche bis zu 70 Prozent des jährlichen Brauchwasserbedarfes decken. Dabei sind sie unkompliziert und wartungsarm. Ergänzend oder alternativ bieten sich In Verbindung mit Photovoltaik elektrische Boilersysteme und/oder Durchlauferhitzer an.

Auch holzbefeuerte Warmwasserbereitung ist grundsätzlich möglich, was aber eher nur für kleinere Haushalte geeignet scheint, da mit dem Warmwasser­verbrauch auch der Brennstoffverbrauch deutlich steigen kann.

Raumlüftung

Unabhängig vom Heizkonzept sind heutige, hochgedämmte Häuser nahezu luftdicht. Ohne entsprechende Lüftungsmaßnahmen findet also gegenüber früheren Zeiten praktisch kein natürlicher Luftaustausch statt. Das gilt auch für das Einofenhaus. Obschon bei konsequenter manueller Lüftung (Quer-/Stoßlüftung bei komplett offenen Türen bzw. Fenstern) zumeist ausreichende Atemluftqualität sichergestellt werden könnte – wenn auch mit Wärmeverlusten – sind die Lösungen heute zumeist technischer Natur.

Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch eine zentrale oder dezentrale Konzeption. Dabei gehören zentrale Lüftungsanlagen zu zwar effektiven, aber auch komplexeren Methoden mit zudem recht erheblichem Wartungsaufwand.
Dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sind die einfacheren Lösungen, die aber planerisch detailliert berücksichtigt werden müssen. Reine Abluftanlagen – wie zum Beispiel Dunstabzüge in Küche und Bad – erzeugen im geschlossenen Raum keinen Luftaustausch und sind zumeist auch nicht mit Einrichtungen zur Wärmerückgewinnung ausgestattet. Im Übrigen ist bei deren
Betrieb auf ausreichend Zuluft zu achten.

Wärmedämmung und -speicherung

Neben der Wärmestrahlung basiert die Wärmeverteilung im Einofenhaus im Wesentlichen auf dem physikalischen Prinzip der Wärmeströmung – also auf zirkulierender Warmluft. Wärmeverluste mindern daher die Effizienz erheblich. Das heißt, dass der Wärmedämmung hohe Bedeutung zukommt: Sie sollte mindestens dem aktuellen Passivhausstandard entsprechen. 

Gleichzeitig sind Baustoffe mit hohem Wärmespeichervermögen wichtig. Demzufolge ist das bestens gedämmte Brunthaler-Massivholzhaus prädestiniert als Einofenhaus. Die hohe raumseitige Naturholzmasse speichert Wärme langanhaltend und gibt sie bei abkühlender Raumtemperatur langsam an den Raum ab. Zudem unterstützt die Fähigkeit des Holzes zur Regulierung der Raumluftfeuchte die natürliche Raumklimatisierung – was auch dem Wärmeempfinden zugutekommt.

Der Nutzer als „Steuerelement“

Im Einofenhaus steuert nicht die Technik den Wärmehaushalt. Die Bewohner übernehmen die Wärmeregulierung mit der Befeuerung des Ofens nach akuten Empfindungen und Bedürfnissen.

Anstatt Ventilen werden im Einhofenhaus die Türen zu „Stellgliedern“ in der Wärmeverteilung: Offene Türen für Räume, die auch tagsüber temperiert werden sollen, wer sich zur Nacht lieber in einem kühleren Schlafzimmer niederlassen mag, hält sie geschlossen.


Die Entdeckung der Eigenart

Bauwillige sind informiert und inspiriert von gesammelten Eindrücken, von Ratschlägen, von Beispielen – also von außen:

 „Ach, das ist ja hübsch!“, „Oh, das ist aber praktisch!“, „Ja, so möchte ich das auch!“. …

Kompetente Planungspartner für ein Einofenhaus ergründen die inneren Bedürfnisse der Bauinteressenten und übersetzen sie in eine persönlich sinnliche Wohnwelt, eine Wohnwelt von außergewöhnlicher Eigenart. Eigenart im Sinne von „anders“ und auch im Sinne von „nach EIGENEN, persönlichen Bedürfnissen und Empfindungen.


Das Bedürfnis bestimmt den Bedarf.


Das Einofenhaus entsteht nach menschlichem Maß. Es ist ein Haus, das wechselnden Bedürfnissen in verschiedenen Lebensmomenten unmittelbar gerecht wird. Ein Haus von persönlicher Eigenart.

Die Sache mit den Räumen

„Unsere Nachbarn haben ein eigenes Gästezimmer, so eines brauchen wir auch!“

Ist es ein Bedarf, weil „gut, eins zu haben!“, oder ist es ein Bedürfnis, öfter Gäste zu beherbergen?

Neben dem, dass jeder abgetrennte Raum im Haus ein nicht unerheblicher Baukostenfaktor ist, steht eine Anhäufung von Zimmern dem Einofen-Prinzip entgegen. Geht es um ein Bedürfnis, sollten Alternativen gesucht werden, um zusätzliche Räume möglichst zu vermeiden: Warum beispielsweise nicht eine
Nische planen, die bei Bedarf per Schiebe- oder Faltwand abgetrennt werden kann, um Gästen etwas Intimsphäre zu wahren?

„Ich liebe es, mich inmitten von Pflanzen meinen Büchern zu widmen.“

Nehmen wir als Beispiel einen Wintergarten. Eingebettet in die persönliche Wohnwelt ist er nicht ein zusätzlicher Raum, der zu vermeiden wäre, sondern bereicherndes Element zur Gestaltung persönlicher Lebensmomente: Lichtdurch­fluteter Rückzugsort für Musik, Lesen, Yoga, für Homeoffice oder Bastelstunden.

Thermisch gekoppelt mit dem Wohnraum kann er einen Beitrag zum allgemeinen Wärmehaushalt leisten. Durch richtig platzierte Laubbäume im Garten davor wird er in der kalten, also laublosen, Jahreszeit zum Wärmesammler. Belaubt im Frühjahr und Sommer bieten die Bäume wiederum einen effektiven Sonnenschutz.

Mit Schiebe- oder Faltwand mag der Wintergarten gar zur perfekten Option für das bereits angesprochene Gästezimmer sein.

Komfortverzicht im Einofenhaus?

Weniger Technisierung mag weniger Bequemlichkeiten zur Folge haben, weil mehr manuelles Handeln erforderlich ist. Aber Komfort erstreckt sich nicht allein auf Bequemlichkeit, sondern auf die Empfindungsqualität der Räume. Dazu gehört auch, Raumzustände nach individuellen Bedürfnismomenten herzustellen. Und wer nicht in jeder Änderung seines Wohnverhaltens einen Komfortverlust sieht, wird
in der Sinnlichkeit und Direktheit des Einofenhauses eher einen Komfortgewinn sehen.  

„Winter! Eiseskälte! Ich kam von einem langen Spaziergang nach Hause, durchgefroren. Ich legte zwei Scheite nach, setzte mich vor den Ofen, schaute den aufsteigenden Flammen zu und genoss die ansteigende Wärme um mich herum.“

Welches Zentralheizungssystem vermag es wohl, mal auf die Schnelle wohltuende Wärme in den Raum zu bringen?

Das Einofenhaus, ein Sparmodell?

Reduzieren, vereinfachen, vermindern, weglassen: Das alles klingt nach Einsparung, nach Qualitätsverzicht, gar nach Entbehrung. Aber das Einofenhaus ist kein Sparhaus.

Beim Einofenhaus geht es nicht um Reduzierung und Vereinfachung der Kosten wegen. Es geht um Größe durch Kleinheit, um Komfort durch Enttechnisierung, um Mehrwert durch Verzicht, um Unbeschwertheit durch Selbstbestimmung, um Maximierung der Lebensqualität durch Minimierung von Abhängigkeiten.


Das Einofenhaus ist pragmatisch, aber nicht spartanisch. Es ist reduziert und doch unbescheiden wohnlich und modern.


Das Einofenhaus und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit beim Bauen

Schon die Grundprinzipien der Reduzierung und Vereinfachung sind weitreichende Nachhaltigkeitsfaktoren. Ressourcenschonung, da kleiner und weniger Bauteile, und deutliche Minderung von „grauer Energie“, die bei der energetischen Bewertung von Häusern allzu oft außer Betrachtung bleibt.

Der Baustoff Holz ist aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften unumgänglich. Und hier sprechen wir von MASSIVHOLZ! Die Holzmasse in Ständer- und Rahmenbauten ist zu gering, um nennenswerte Effekte der Wärmespeicherung zu erzielen. Und den üblichen Dämm- und Beplankungsmaterialien fehlt diese Eigenschaft von Grund auf.

Nachhaltigkeit bei der Nutzung

Nachhaltigkeit besonders im Sinne von Energieeinsparung, ergibt sich auch aus dem Prinzip der Reduzierung. So ist zum Beispiel der Energiebedarf für haustechnische Systeme geringer.

Im Einofenhaus sorgt nicht die Steuerungstechnik für standardisierte Energieeffizienz, sondern der Mensch selbst. Er bestimmt mit seinem Verhalten den Energieverbrauch manuell nach akutem Bedarf (Warmwasser, Raumtemperierung, Lüftung etc.).

Im Übrigen erstreckt sich das Verzichtsprinzip nicht zwangsläufig auch auf solartechnische Systeme zur Warmwasser- und Stromerzeugung, die anerkanntermaßen ebenfalls Nachhaltigkeitsfaktoren im Wohnbau sind.

Wir wollen an dieser Stelle nicht nach Zahlen bilanzieren, aber das unumstößliche Faktum ist: Gerade in öffentlich geförderten Häusern wird viel Energie – graue wie auch Betriebsenergie – aufgewendet, um Energie zu sparen.


Fazit

Das Einofenhaus ist Ausdruck eines bewussten, entschleunigten und naturnahen Lebensstils. Es richtet sich an Menschen, die einfache, autarke und nachhaltige Wohnkonzepte suchen – fernab von übertechnisierten Smart Homes.

Der Neubau eines Einofenhauses stellt besondere Anforderungen an Architektur, Planung und Bauweise. Raumstruktur, Dämmung, Baustoffe und Luftführung müssen genau aufeinander abgestimmt werden.

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Das Einofenhaus ist im Prinzip ein Passivhaus in Massivholzbauweise, das von nur einem zentralen Holzofen mit hoher Speichermasse beheizt wird. Weitere Wärmegewinne stammen überwiegend passiv aus Sonne, Menschen, Geräten wie auch dem Wärmespeichervermögen des Baustoffes Holz.

Die technische Gebäudeausstattung reduziert sich auf Lösungen für Warmwassererzeugung und auf dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung sowie eine PV-Anlage, möglichst mit Batteriespeicher.

In seiner Gesamtheit (Wärmeerzeugung, -verteilung, Strom) ermöglicht das Einofenhaus seinen Bewohnern ein hohes Maß an Autarkie in Hinblick auf Funktionsfähigkeit und Betriebsbereitschaft des Heizsystems (Geringe Störanfälligkeit und Unabhängigkeit von Betriebsstoffen wie Heizöl, Gas, Strom).

Das Raumkonzept berücksichtigt möglichst großzügige Konvektionsräume für die Wärmeverteilung und eine möglichst geringe Anzahl von abgetrennten Zimmern.

Das Prinzip der Reduzierung, Vereinfachung und der Konzentration auf das Wesentliche berührt auch den Gesetzentwurf zum Gebäudetyp E (6. November 2024). Er soll rechtssicher mehr Planungsfreiheit und Eigenverantwortung beim Bau von Einfamilienhäusern ermöglichen — unter der Voraussetzung, dass Bauherr und fachkundige Baupartner sich bewusst für Vereinfachungen entscheiden.

Das Einofenhaus ist kein „Sparhaus“, sondern von hoher individueller Qualität. Es mag Investitions- und Betriebskosten verringern, kann aber den Zugang zu einzelnen öffentlichen Förderprogrammen begrenzen, die auf standardisierten Maßgaben zur Energieeffizienz beruhen. 


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