Gut zu wissen


Bauweisen im Holzhausbau

Im Wesentlichen unterscheidet man heute beim Holzhausbau die Segmente „Massivbauweise“ und „Leichtbauweise“.

Massivbauweise

In der Massivbauweise sind die „Brettstapelbauweise“ und die „Brettsperrholzbauweise“ sowie die „Blockbauweise“ weit verbreitet. Das Brunthaler-BaumHaus ist mit der MONOBLOCK-Bauweise eine der „massivsten“ und gleichzeitig natürlichsten Holzbauweisen.

Brettstapelbauweise

Die Brettstapelbauweise ist eine Bauweise skandinavischen Ursprungs. Hier werden Bretter oder Bohlen mit einer Dicke von etwa zwei bis sechs Zentimetern zu meist stehend verbauten Wandelementen verbunden. Je nach Breite der Bretter entstehen so Rohwandstärken von etwa acht bis 24 Zentimetern. Die Verbindung der Bretter erfolgt durch Nägel, Holzdübel oder Leim.

Blockbauweise

Die Blockbauweise ist eine der ältesten Massivholzbauweisen und basiert auf dem liegenden Verbau von Rundholz-  oder Vierkantbohlen mit einer Dicke von ca. 10 bis 14 Zentimetern. Manchmal werden die Bohlen zu Balken mit einer Dicke von bis zu 24 Zentimetern verleimt. Zumeist jedoch ist die Konstruktion zweischalig mit einer in der Mitte liegenden Dämmschicht aufgebaut.

Aufgrund von Setzungen, die durch das weitere Austrocknen des verbauten Holzes entstehen können, müssen geeignete Maßnahmen gegen Spaltbildung getroffen werden. Vorgespannte Stahlseile finden hierfür oft Verwendung sowie Fugenbänder oder Quellschäume zwischen den einzelnen Bohlen.

Brettsperrholzbauweise

Aus lageweise über kreuz verbundenen Brettern (meist verleimt, teils geklammert)  entstehen flächige Massivholzbauteile aus drei bis sieben Brettlagen. So werden Wand-, Boden- oder Deckenelemente großflächig vorgefertigt und anschließend Wandöffnungen für Türen und Fenster aus den Platten herausgeschnitten.

Brettsperrholzplatten werden als industrielle Rohware in Nicht-Sichtqualität hergestellt. Für Oberflächen in Sichtholzqualität können entsprechende Decklagen ergänzt werden.

Leichtbauweise

Die Leichtbauweise im Holzhausbau wird vor allem im Fertighausbau angewandt. Am häufigsten findet hier der "Holzrahmenbau" Anwendung, der mit nur kleinen konstruktiven Unterschieden auch als Holzständer- oder Holztafelbau bezeichnet wird.

Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau besteht aus einem tragenden Gerüst aus überwiegend stehenden Holzbalken und -bohlen, welches mit Holz- oder Gipsfaserplatten beplankt und ausgesteift wird. Zwischen der äußeren und inneren Beplankung befindet sich Dämmmaterial. Die innen liegende Beplankung bildet in der Regel die winddichte Ebene und ist als Dampfbremse ausgefertigt. Die Ausgestaltung der Fassade und der Innenwände kann durch Putze oder Verkleidungen in vielfältiger Optik individualisiert werden.

Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Bauweise wird sehr häufig im Fertighausbau angewandt, da ein hoher Vorfertigungsgrad möglich ist.


Lüftungsanlagen

Aus energetischen Gründen werden Gebäude immer dichter. Dabei spielt die Bauweise zunächst einmal keine Rolle. Die zunehmende Dichtigkeit der Gebäudehüllen erschwert den natürlichen Luftaustausch. Inwiefern dieser Fakt eine Lüftungsanlage empfehlenswert oder gar erforderlich macht, hängt in erster Linie von der Nutzung des jeweiligen Gebäudes und den anfallenden „Lasten“ ab.

Je nach Nutzung der entsprechenden Räume kann es durchaus zur Anreicherung von Schadstoffen in der Raumluft kommen: Kohlendioxid durch menschliche und tierische Atmung, Ausdünstungen von Möbelausstattung oder Kunststoffen, erhöhte Feuchtigkeit in Badezimmern oder in der Küche bis hin zu Staub, Schimmelpilzsporen und Krankheitskeimen. In einem üblichen Familienhaushalt erreicht man mit gezieltem manuellen Lüften einen in der Regel ausreichenden Luftaustausch auch in Niedrigenergie- oder Passivhäusern.

Absaugungen und Lüftungen

Dezentrale Abluftanlagen, wie die Dunstabzugshaube in der Küche oder eine Absaugung in den Nassbereichen, mögen hilfreich sein, um gezielt spezielle Lasten (Küchendunst, Wasserdampf etc.) kurzfristig abzuführen, jedoch haben sie keine Belüftungsfunktion. Vielmehr ist je nach Leistungsfähigkeit auf eine ausreichende Zufuhr von Luft zu achten. Denn wo Luft abgesaugt wird, muss auch Luft dazuströmen können. Schleppluftgitter in den Türblättern sind zum Beispiel eine Möglichkeit, dem entlüfteten Raum Luft aus den nebenliegenden Räumen zuzuführen - oder eben geöffnete Fenster.

Ein Nachteil solcher reinen Abluftanlagen für das Raumklima liegt vor allem im energetischen Detail. Während der Heizphase zum Beispiel wird die erwärmte Innenraumluft abgesaugt und nach außen befördert. Die Heizungsanlage muss entsprechend nachheizen.

Kontrollierte Be- und Entlüftung

Zentrale Be- und Entlüftungsanlagen hingegen sind in der Regel mit einer „Wärmerückgewinnung“ ausgestattet, wobei die warme Abluft so geführt wird, dass sie die kalte Außenluft vorwärmt und so ein starkes Abkühlen der Räume verhindert. Umgekehrt ist es aber auch so, dass im Sommer oft wärmere Außenluft in die kühlere Raumluft eingetragen wird. Der Raum wird also ungewollt aufgeheizt. Mit entsprechender Regelungstechnik kann man diesen Effekt zwar minimieren, jedoch schlägt sich dies nicht unerheblich in den Investitionskosten nieder. Nur der Vollständigkeit halber sei hier auch die sogenannte „Klimaanlage“ erwähnt, die mithilfe von Kühlern bzw. Heizregistern die Zuluft auch kühlen oder heizen kann.

Zentrale Anlagen zur Be- und Entlüftung sind in der Regel für Dauer- bzw. Intervallbetrieb konzipiert. So sorgen sie für einen stetigen Luftaustausch, ohne Zuglufteffekte zu erzeugen. Sie sind daher nicht dazu geeignet, „mal eben kurz durchzulüften“.  

Lüftungsanlagen versprechen optimale Raumluftqualität, sofern sie fachmännisch geplant und installiert werden und solange die Anlage penibelst gewartet wird. Auch im Privathaushalt verschmutzt auf Dauer jede Lüftungsanlage! Staub, Kondenswasser, Verkeimung: Ohne regelmäßige Reinigung wird aus der erwünschten Frischluft bald gesundheitsgefährdende „Schlechtluft“.

Raumluft im Brunthaler-BaumHaus

Das Brunthaler-BaumHaus ist von seiner Bausubstanz her frei von künstlichen Schadstoffen. Auch die empfohlenen Wand- und Bodenbeläge werden so ausgesucht und verarbeitet, dass eine Belastung der Raumluft durch „Ausdünstungen“ vermieden wird. Ein Schadstoffeintrag in die Raumluft ist daher - je nach individueller Möblierung und Raumausstattung - praktisch ausgeschlossen.

Fazit
Solange die Ausstattung und Nutzung der Räume und die daraus entstehenden Lasten keinen kontinuierlichen Luftaustausch erforderlich machen, kann die Luftqualität auch im energetisch modernen BaumHaus durch konventionelles, regelmäßiges Lüften sichergestellt werden. Bei höherem Lastenanfall können Lüftungsanlagen zwar den Wohnkomfort erhöhen, sollten jedoch fachmännisch geplant und installiert sowie regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Brunthaler steht Ihnen dazu bei Bedarf gerne zur Seite.


Wärmedämmung mit Polystyrol

Wichtig zu wissen für deutsche Bauherren und Hausbesitzer

Die neuen Entsorgungsvorgaben für Abfälle, die schwer abbaubare organische Schadstoffe enthalten, sorgen für spürbare Auswirkungen im Bau. Betroffen sind vor allem Polystyrol-Dämmstoffe, besser bekannt unter dem Handelsnamen Styropor®. Styropor oder EPS (Expandierter Polystyrol-Hartschaum) ist im Bereich der Fassadendämmung wegen seiner guten Isoliereigenschaften seit langem bewährt und preisgünstig. Da der Kunststoff brennbar ist, wurde ihm das Flammschutzmittel HBCD zugesetzt. Seit 2013 gilt allerdings, aufgrund seiner umwelt- und gesundheitsbedenklichen Eigenschaften, ein internationales Verwendungsverbot dafür. HBCD wird nun durch einen unbedenklichen Stoff ersetzt. Bundesweit kleben immerhin an Millionen Hauswänden noch die alten Hartschaumplatten. Ein Gesundheitsrisiko für die Bewohner besteht nicht, da in der Nutzungsphase nur sehr wenig HBCD aus den Platten austritt. Werden diese bei Sanierungsmaßnahmen aber entfernt, so stuft die gesetzliche Neuverordnung HBCD-haltige Dämmstoffe jetzt als Sondermüll ein.

Das Resultat
Bisher wurden alte Polystyrol-Dämmplatten als gemischter Bauabfall entsorgt. Künftig sollen sie gesondert verbrannt werden. Abfallverbrennungsanlagen benötigen dafür eine entsprechende Zulassung. Aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen verweigern viele Unternehmen die Annahme von Styropor, einige spezialisierte Anlagen bleiben.

Die Folgen
Bewährte Entsorgungswege funktionieren nicht mehr. Erhöhte Entsorgungskosten. Innerhalb einer Woche sind sie 40-fach gestiegen. Viele Sanierungsprojekte müssen eingestellt werden. Die Gesetzesnovelle löst in der Praxis noch politischen Handlungsbedarf aus.

Was heißt das für BaumHaus-Besitzer?

Für die Brunthaler-Massivholzhäuser werden zu Fassadendämmung energieschonend hergestellte Holzweichfaserplatten verwendet: ein NATUR-PLUS-zertifizierter Baustoff, der aus Holzfasern besteht, die aus Sägeresten und Hackschnitzeln gewonnen werden.

Bei der Dachstuhldämmung kommt die Zwischensparrendämmung mit Zellulose-Einblasverfahren zum Einsatz. Der Zellulose-Dämmstoff wird aus Papierschnitzel gewonnen. Die Flocken werden in die vorbereiteten Hohlräume eingeblasen, bis eine hohe Verdichtung erreicht ist.

Beide Varianten gewährleisten eine ökologische, nachhaltige und effiziente Wärmedämmung, die auch im Sanierungs- oder Rückbaufall keine besonderen Entsorgungsansprüche stellt.


Das Massivholzhaus im Hochwasser

Nach dem Hochwasser im Landkreis Deggendorf 2013 hieß es in den Medien, Holzhäuser sollten hier künftig tabu sein. Auch in einem Artikel der Bayerischen Staatszeitung wurde gemutmaßt, dass Holzhäuser abgerissen werden müssten. Ein Trugschluss, wie sich bald herausstellte, denn dem Baustoff Holz wohnen Eigenschaften inne, die eine Sanierung hochwassergeschädigter Gebäude teils erheblich vereinfachen.  

Generell gilt für Holzhäuser:

Holz, das andauernd durchfeuchtet ist und nicht austrocknen kann, ist Fäulnis gefährdet. Bei Hochwasserschäden ist demnach  zunächst für eine Trockenlegung zu sorgen - was im Übrigen selbstverständlich auch für andere Baustoffe gilt. 

Das Massivholzhaus im Speziellen:

Trockenes Massivholz nimmt bei kurzzeitigen Flutereignissen Wasser nur wenige Millimeter tief auf und bleibt innerhalb dieser Eindringtiefe weitestgehend trocken. Die Holztrocknung erfolgt daher mit konventionellen Mitteln (z. B. Bautrocknern) zumeist erheblich schneller, als bei allen anderen porösen Baustoffen.

Hinzu kommt, dass Massivholz eine hohe Beständigkeit gegenüber einer Vielzahl von Chemikalien hat. Mit Flutereignissen oft einhergehende Kontamination der Bausubstanz mit Heizöl und anderen mineralischen Kraftstoffen führen daher bei Massivholzwänden nicht zu Materialablösungen und auch die Geruchsbelästigung ist aufgrund der geringen Eindringtiefe nur für kurze Zeit gegeben. Beton, Ziegel und andere poröse Baustoffe hingegen sind für Öle durchlässig, was der Hauptgrund für oftmals irreparable Schäden ist.

Oberflächliche Verschmutzungen und andere ästhetische Schäden können auf Sichtholzoberflächen durch Abschleifen vergleichsweise einfach beseitigt werden. Auch die Sanierung der Fassadendämmung aus Holzweichfaserplatten, wie sie beim Brunthaler-BaumHaus eingesetzt werden, ist sehr einfach zu bewerkstelligen. Demontage und Austausch der Dämmung erfolgen von außen, während das Gebäude bereits wieder bewohnt werden kann.   

Das Brunthaler-BaumHaus im Besonderen:

In der Hochwasserfibel des Bundesbauministeriums wird auch darauf hingewiesen, dass Holzwerkstoffe, wie Spanplatten, OSB-Platten, Sperrholzplatten und Furnierschichtholzplatten bei Überflutungen irreversible Verformungen erleiden und in der Regel ausgetauscht werden müssen.

Ein Aspekt, der BaumHaus-Besitzern erspart bleibt, da hier keinerlei leimgebundene Plattenwerkstoffe verbaut werden. Naturgips- oder Lehmbeplankungen von Innenwänden sowie die Holzfaserdämmung können leicht demontiert und ausgetauscht werden, wodurch auch der Tocknungsprozess erheblich beschleunigt wird.  

Während Ziegelhausbesitzer lange auf das Austrocknen ihrer Häuser warten und zumeist auch neu verputzen müssen, können BaumHaus-Besitzer nach nur wenigen Wochen wieder im behaglichen Heim wohnen.


Energieeffizienz

Energieefizientes Bauen wird jetzt noch stärker gefördert. So hat die KfW zum 1. August 2015 in mehreren Programmen für Bauen und Sanieren die Tilgungszuschüsse erhöht. Was energieeffizient ist, wird dabei rechnerisch festgelegt. Inwiefern allerdings die Praxis diesen theoretischen energetischen Feststellungen folgt, ist zumeist fraglich. Die Bewilligung von KfW-Zuschüssen für sogenannte KfW-Effizienzhäuser unterliegt standardisierten energetischen Berechnungen in der Planung. Vorgesehene Bauweisen, Dämmmaterialien, technische und werkstoffliche Ausführung von Bauelementen, Haustechnik sowie konstruktive und architektonische Details liefern die Berechnungsgrundlagen für die energetische Klassifizierung des Gebäudes. Inwiefern die theoretisch errechneten Werte in der Praxis tatsächlich eingehalten werden ist jedoch ebenso individuell, wie auch ungeprüft.

Standardisiertes Nutzerverhalten?

Ein wichtiges Kriterium für den Energiehaushalt ist das Nutzerverhalten. Der eine lüftet mehr, der andere weniger, die einen fühlen sich bei einer Raumtemperatur von 21 Grad wohl, die anderen brauchen 23 Grad. Mal werden Rollos häufig geschlossen, mal gar nicht, eine Katzenklappe hier oder eine Kabeldurchführung da. Sind Sie vielleicht Lang-Duscher? Dann gehören Sie auch nicht zum "standardisierten Nutzer".

Tücken in der Bauausführung

Aber schon bei der Bauausführung steckt der Teufel im Detail. Eine kleine Kältebrücke hier, ein paar Installationskanäle mehr, etwas stärker gepresstes Dämmmaterial da, ein anderer Bodenbelag dort und so weiter, mag den theoretischen Energieverbrauch in der Praxis der Lüge strafen, gar nicht zu sprechen von echten, oft unentdeckten, Baumängeln.

Was bringt die Zeit?

Und auch während der Nutzungsdauer können kleine Änderungen oder Nachlässigkeiten den Energiehaushalt aus der berechneten Bahn werfen. Wurden Fenster und Haustüren nachjustiert? Wurde die Heizungsanlage regelmäßig gewartet? Eine nachträglich installierte Abluftanlage im Badezimmer und noch vieles mehr kann zu Buche schlagen.  

Nicht jede Überraschung ist böse

In Österreich ergab eine Überprüfung eines Massivholzhauses eine fast 30 prozentige Unterschreitung des ursprünglich errechneten Energiehaushaltes. Umgekehrt finden sich aber auch immer wieder Beispiele, wo vergleichbare Gebäude in unterschiedlicher Bauausführung rechnerisch unterschiedlich klassifiziert wurden. Gemessen an den jeweiligen tatsächlichen Energiekosten zeigte sich die differenzierte "Förderungswürdigkeit" als überaus fragwürdig.

Fazit
Solange die Theorie in der Praxis nicht überprüft wird, wird Papier geduldig bleiben, nützt dem Gewissen aber nicht immer der Umwelt.

Gerade das Massivholzhaus gehört zu den Bauweisen, bei denen viele energetische Veranschlagungen zur Klassifizierung einer dringenden Neubewertung bedürfen. Zu oft wird das Massivholzhaus "schlecht" gerechnet. Dabei finden auch eine außerordentlich hohe Holzhaus Lebensdauer und deutlich geringerer Primäreneergie-Aufwand bei der Erstellung zumeist keine Berücksichtigung.


Schimmel im Massivholzhaus?

Im Brunthaler-BaumHaus fühlt sich der Mensch wohl, nicht aber der Schimmel. Denn Massivholz ist die natürlichste Art für behagliches und schimmelfreies Raumklima.

Gebäudeschimmel sieht nicht nur unschön aus, er kann sogar die Bausubstanz beschädigen. Darüber hinaus können Schimmelpilze in Wohn- und Arbeitsräumen gesundheitsgefährdend sein. Vor allem die mikroskopisch kleinen Schimmelsporen sind es, die über die Luft in die Atemwege gelangen und so zu Allergien oder asthmatischen Erkrankungen führen können. Auch flüchtige Substanzen sondert der Schimmelpilz ab, die sich durch den typischen modrig-muffigen Geruch bemerkbar machen. 

Wie entsteht Schimmel?

In modernen Gebäuden bleibt mangels unkontrolliertem Luftzug auch die Feuchtigkeit im Haus. Dabei geht es nicht nur um die Dampfentwicklung beim Kochen, um Dampf und Aerosole beim Duschen und Baden, sondern auch die menschliche Atmung trägt sehr stark zur Befeuchtung der Luft bei. 

Schlägt sich feuchte Raumluft auf kalten Oberflächen nieder, kondensiert das in der Luft enthaltene Wasser und bildet Feuchtigkeitsfilme an Wänden, Fliesen, Fensterleibungen etc. und damit die Grundlage für ausgezeichnetes Schimmelwachstum. Beste Wachstumsbedingungen für Schimmel bieten bereits 70 - 80 Prozent relative Oberflächenluftfeuchte bei Temperaturen zwischen 10 und 30 Grad Celsius; vor allem auf nährstoffreichen Untergründen, wie z.B. Dispersions-Wandfarben oder Fugenfüllstoffen aus Silikon oder Acryl.

Warum tritt Schimmel in Massivholzhäusern selten auf?

Die natürliche raumklimatisierende Wirkung von Massivholzwänden, -decken und -böden verhindert durch kondensierte Raumluft entstehende feuchte oder gar nasse Oberflächen. Holz nimmt schnell Feuchtigkeit aus der Luft auf, trocknet die Oberfläche rasch ab, speichert sie in seiner Zellstruktur und gibt sie bei Bedarf langsam wieder an die Raumluft ab. So entsteht das behagliche Wohnklima und dem Schimmel wird die Wachstumsgrundlage entzogen. Die Feuchteregulierung des Holzes funktioniert auch bei verputzten oder anderweitig belegten Holzwänden, sofern es sich um geeignete, diffusionsoffene Beläge handelt!

Voraussetzung für diese natürliche Ent- und Befeuchtungsfunktion in Massivholzhäusern sind jedoch vor allem fachgerechter Bau und die Verwendung von optimal getrocknetem Holz. 

So unterstützen Sie die Feuchteregulation

Zu hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden Sie durch regelmäßiges Stoßlüften. Insbesondere nach dem Duschen oder Baden oder auch dem Einsatz von Dampfreinigern sollten Sie den jeweiligen Raum gut lüften.

Ansonsten genügt es im Massivholzhaus, einmal täglich komplett durchzulüften. Ein mehrmaliges Lüften, wie bei konventionellen Bauweisen, ist i. d. R. nicht nötig. Beachten Sie aber auch, dass die zunehmende Dichtigkeit der Gebäude nicht nur zu höherer Raumluftfeuchte beiträgt, sondern auch zur Aufkonzentrierung von Luftschadstoffen: Kohlendioxid aus der Atmung, Ausdünstungen von Möbel- und Dekomaterialien, Feinstaubeintrag in die Raumluft durch Staubsauger, etc. Ordentliche Lüftung ist also auch in dieser Hinsicht empfehlenswert.

Vermeiden Sie Schimmelquellen

Schimmelsporen sind allgegenwärtig in unserer Umgebungsluft. Auch in der frischen Waldluft finden sie sich zu jeder Jahreszeit. Gesunde Menschen brauchen daher keine sterile Umgebung, um sich wohlzufühlen. Eine Anreicherung von Sporen in Ihren Wohnräumen sollten Sie jedoch verhindern. 

Denken Sie daher auch an weitere Schimmelquellen, wie zu lange genutzte Staubsaugerbeutel (insbesondere bei Staubsaugern ohne HEPA-Filter), Blumenerde, Mülleimer, schimmliges Obst und Gemüse etc. Hier entstehen überall Schimmelsporen, die in die Raumluft eingetragen werden und sich auf feuchten Oberflächen ausbreiten können.


Massivholzhaus aus Zirbenholz

Jetzt neu im Brunthaler-BaumHaus: Die besondere Zirbenholz-Atmosphäre im Massivholzhaus durch die "Rottaler Zirbe – die Schwester der Zirbelkiefer"

Bereits König Ludwig II. stattete seine Schlösser teils mit dem Holz der ZIRBELKIEFER, der so genannten ZIRBE, aus. Vor allem in den Schlafgemächern machte er sich die besonders wohltuende und schlaffördernde Wirkung deren ätherischen Harze zunutze.

Der anhaltend intensive Duft des Zirbenholzes wirkt beruhigend auf den Organismus und senkt laut Untersuchungen die Herzfrequenz. Deshalb wird es häufig auch für Möblierung und Raumgestaltung in Wellness-Bereichen eingesetzt.

Die Zirbe ist ein Gebirgsholz, das heute unter Naturschutz steht und nur streng kontingentiert geerntet werden darf.

Die heimische Alternative

Die WEYMOUTH-KIEFER, auch STROBE genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist jedoch heute auch bei uns beheimatet. Ihr Holz lässt sich in Aussehen, Struktur, Festigkeit und Geruch kaum von dem der Zirbe unterscheiden. Da der Duft der ätherischen Harze jedoch etwas weniger intensiv ist, eignet sich das Holz der "Rottaler Zirbe" auch für geruchssensiblere Hausbewohner. 

Ein besonderes Holz mit besonderen Ansprüchen

Die Weymouth-Kiefer wird nur in den Wintermonaten verarbeitet, da das frisch zugeschnittene Holz bei wärmeren Temperaturen leicht bläulich anlaufen würde. Bei der späteren Verarbeitung tritt dieser Effekt jedoch nicht mehr ein. 

Die Zimmerei Brunthaler bietet Ihnen jetzt die Möglichkeit, ausgewählte Wände Ihres Brunthaler-BaumHauses aus dem Holz der heimischen Weymouth-Kiefer zu fertigen. So holen Sie sich mit der "Rottaler Zirbe" einen wohltuenden Hauch von Zirbe ins Haus.


Lärmschutz im Massivholzhaus?

Lärm von außen, Luftschall

Die natürliche Lärmdämmung des massiven Holzes basiert auf der hohen, akustisch trägen Holzmasse. Sie wird durch den lagenweisen, einstofflichen Aufbau der Außenwand noch verstärkt. Unabhängig davon, ob die Außenwand als Vollholzschichtung oder Dämmschichtung aufgebaut ist, bei beiden Varianten ist die Schallübertragung in den Raum minimal.
Doch es genügt nicht, nur die Eigenschaften der „ungestörten“ Wand zu betrachten. Da kein Haus ohne Fenster und Außenwanddurchdringungen auskommt und der Schall sich die kleinsten Ritzen „sucht“, ist Schallschutz essenziell von der Planungs- und Ausführungskompetenz des Holzhaus-Herstellers abhängig.

Lärm von innen, Trittschall

Eine minimierte Trittschallübertragung wird sowohl durch die natürliche schwingungsdämpfende Wirkung des Holzes, wie auch durch die konstruktive Entkoppelung von Wand-Decken-Anschlussstellen erreicht. Hier hängen die theoretisch erreichbaren Schalldämmwerte in hohem Maß von der qualitätvollen Umsetzung der Baumaßnahme ab. Mit verschiedenen ökologischen Mitteln (z.B. durch Split-Schüttungen, Lehmsteine oder durch schwere Estrich-Aufbauten) lassen sich mit Holzbalkendecken und Massivholzdecken Schallschutzergebnisse erzielen, die herkömmliche Stahlbetondecken in den Schatten stellen.

Besondere Anforderungen an den Lärmschutz

In Baugebieten, in denen eine besondere Lärmbelastung z.B. durch Verkehrslärm vorliegt, regelt der Bebauungsplan oftmals die einzuhaltenden Schalldämmwerte für Gebäude.
Ausschlaggebend für die akustische Behaglichkeit im Haus ist die Summe aus architektonischen und bautechnischen Maßnahmen. Raumgröße, Fenster und Türen, Dachflächen und Decken, Lüftungsöffnungen und sonstige technische Wanddurchdringungen – das alles sind Faktoren, die den Schallschutz beeinflussen. Als besondere Maßnahmen kann es zum Beispiel ratsam sein, die Fenstergrößen auf der Seite der Schallquelle zu reduzieren oder Schlafräume mit Lüftungsanlagen unabhängig von der Fensterlüftung auszustatten.

Fazit

Schallschutz in Gebäuden ist ein ebenso wichtiges wie komplexes Thema. Massives Holz bietet durch seine natürlichen Eigenschaften schon bei vergleichsweise geringen Wand- und Deckenstärken eine gute Ausgangsbasis für gelungenen Schallschutz. Im Zusammenspiel mit – auf den Einsatzzweck abgestimmten – Dämmschichten und Aufbauten verstärkt sich der Effekt zusätzlich. So können sich auch empfindliche Ohren in einem Brunthaler-BaumHaus rundum wohl fühlen und niemand muss aus Sorge vor Hellhörigkeit auf ein Massivholzhaus verzichten. Sprechen Sie einfach mit uns über Ihre individuellen Bedürfnisse.


Reliefgebürstete Sichtholzoberflächen im Holzhaus

So werden Wand und Decke zum Möbelstück

Die Veredelung von Sichtholzoberflächen im Brunthaler-BaumHaus ermöglicht eine ganz besondere Ästhetik in der Raumgestaltung. Strukturgebürstetes Holz erzeugt eine individuelle, naturgeprägte Reliefoptik und eindrucksvoll angenehme Haptik, indem es die natürliche Maserung des Werkstoffes hervorhebt. Daneben erhält die Oberfläche auch noch eine höhere Widerstandsfähigkeit als ungebürstetes Holz, so dass das veredelte Holz sowohl für Wand und Decke als auch für Dachuntersichten und Sichtholzbalken bestens geeignet ist.

Das Holz

Das jahrzehnte, gar jahrhunderte lange Wachstum eines Baumes wird geprägt von seiner individuellen Geschichte. In guten Jahren wächst das Holz schnell, in Jahren größerer Widrigkeiten langsamer. Jeder Jahresring des Stammes drückt diese Geschichte durch seine Einzigartigkeit in Farbe, Breite und Härte aus. 

Das Bürsten

Beim Bürsten werden die weicheren Fasern schonend entfernt, die härteren bleiben bestehen. So ergibt sich ein Oberflächenrelief, das, je nach Intensität des Bürstens, tiefer oder weniger tief ausgeprägt ist und sichtbar wie auch fühlbar Optik und Haptik des Materials individualisiert, ohne ihm seine Natürlichkeit zu nehmen. 

Reliefgebürstete Holzoberflächen von Brunthaler

Das maschinelle Bürsten mit unserer modernen Bürstanlage ermöglicht einen schonenden wie auch präzisen Materialabtrag, der exakt richtungsgebunden ist. So wird eine Art eleganter Rustikalität erzeugt, die sich für vielerlei Materialkombinationen und Wohnstile eignet.


Tierische Schädlinge im Holzhaus?

Holz kommt eigentlich in jedem Haus vor – als Baustoff für Wände, Dachstühle und Treppen oder auch als Fußboden und für Möbelstücke. Leider ist unser geliebter Naturbaustoff auch bei zahlreichen Insekten sehr beliebt. Grundsätzlich lassen sich Holzschädlinge in drei Kategorien einteilen. Da der Feuchtegrad im Holz entscheidend ist, wird zwischen Frisch-, Trocken- und Faulholzinsekten unterschieden. Die allseits bekannten Borkenkäfer beispielsweise befallen das frische Holz. Morsches oder altes Holz wird von Faulholzinsekten befallen. Für Hausbesitzer sind eigentlich nur die Trockenholzinsekten relevant, da nur sie größere Schäden an Häusern und Fassaden bzw. verarbeitetem Holz verursachen können.  

Käfer

Zu den wichtigsten und wohl bekanntesten holzzerstörenden Insekten in unseren Breitengraden zählen Bockkäfer und Nagekäfer.
Der Hausbockkäfer gilt als der wichtigste Zerstörer von verbautem Nadelholz. Laubholz ist für seine Larven giftig. Er liebt warmes und feuchtes Klima wie es beispielsweise in unbeheizten Dachräumen und bei Dächern ohne Unterdeckung vorkommt. Raspelnde, vorzugsweise nachts und Ausfluglöcher im Holz sind typische Anzeichen eines Befalls.
Findet sich Bohrmehl rund um ein bis zwei Millimeter große Löcher im Holz ist dagegen vermutlich der gemeine Nagekäfer aktiv. Umgangssprachlich wird die Larve des gemeinen Nagekäfers Holzwurm genannt. Der Holzwurm hat es auf Laub- und Nadelhölzer abgesehen und bevorzugt feuchtes Holz mit einer Restfeuchte von mindestens zehn Prozent. Dabei kann Lagerholz ebenso befallen sein wie Möbel, Holztreppen oder Dachkonstruktionen. Je trockener das Holz ist, umso langsamer entwickeln sich die Larven. Ein Entwicklungszyklus kann bis zu 8 Jahren dauern. Die Larven fressen vorwiegend Splintholz, Kernholz wird deshalb nur selten befallen. Darin liegt ein großer Vorteil für BaumHaus-Besitzer, denn für unsere MONOBLOCK-Massivholzbalken wird nur gut getrocknetes massives Kernholz verwendet.

Wespen

Die hierzulande lebende Holzwespe ist ein Frischholzinsekt und benötigt saftfrisches Holz für ihre Entwicklung. Auch wenn die Fraßgänge bei der Sortierung manchmal übersehen werden, wird die Statik im Haus dadurch nicht beeinträchtigt und eine Bekämpfung eines Holzwespenbefalls im verbauten Holz ist nicht erforderlich.
Anders als diese harmlosen Holzwespen können die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe, die sich gerne unterirdisch in einem Erdloch im Garten ein Nest bauen zu Plagegeistern für Hausbewohner werden. In Gebäuden kommen eher die meist harmlosen sächsischen, die mittleren und die Waldwespen vor. Sie trifft man zumeist hinter Außenwandverkleidungen oder unter Holzterrassen an. Zum Bau ihrer Nester verwenden Sie Totholz bzw. bereits abgelöste Holzfasern, was zu den typischen Wespenfraßstellen führt. Holzfassaden oder Holzterrassen werden dabei allerdings nicht beschädigt. Im Laufe des natürlichen Verwitterungsprozesses des Holzes verschwinden die angeknabberten Stellen wieder von selbst.

Termiten

Termiten sind Zellulosefresser und kommen in mediterranen und tropischen Ländern etwa bis zum 40. nördlichen und südlichen Breitengrad vor. Sie sind nördlich der Alpen keine Bedrohung.

Ameisen

Ameisen im Haus können nicht nur lästig sein, sondern auch die Haltbarkeit tragender Bauteile gefährden. Allerdings besiedeln Ameisen kein intaktes Bauholz, sondern nur durch Insekten oder Pilze vorgeschädigtes Holz. Für Laien ist oft schwer zu unterscheiden, welche Ameisen vielleicht nur aufgrund von Nahrungssuche ins Haus kommen und welche materialschädlich sind.

Gefahrenabschätzung

Auch wenn die hier genannten Materialschädlinge keine gesundheitlichen Risiken für den Menschen bergen, können sie große Schäden am Haus verursachen, vor allem wenn sie tragende Bauteile befallen. Da es noch eine Vielzahl an weiteren Holzschädlingen gibt und das tatsächliche Ausmaß des Befalls für Laien nur schwer abzuschätzen ist, empfiehlt es sich im Verdachtsfall einen qualifizierten Sachverständigen hinzuzuziehen.

Gefahr für BaumHaus-Bewohner

Da Brunthaler Holzbau bei Auswahl, Trocknung und Verbau des Holzes auf höchste Qualität, langjährige Erfahrung und Zimmererkunst setzt, bieten die aufwändig und schonend getrockneten Massivholzbalken schon von Grund auf einen thermischen Holzschutz und sind für Holzschädlinge sicherlich nicht attraktiv. Sofern beispielsweise durch alte Holzmöbel oder minderwertige Holzdielen keine holzzerstörenden Insekten ins Haus geholt werden, sollte ein Brunthaler-BaumHaus also bestens geschützt sein.


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